Tarotdecks

Im Laufe der Zeit wurden viele verschiedene Tarotdecks entwickelt - wir stellen sie Euch vor

Heute existieren zahlreiche verschiedene Tarot Decks. Die drei gängigsten und bekanntesten sind das Tarot von Marseille, das Rider-Waite Tarot und das Crowley Tarot.

 

Das Tarot von Marseille

Das Tarot von Marseille ist das älteste Tarot, dass heute noch im Umlauf ist. Es entstand in der Mitte des 18. Jahrhunderts. Entworfen hat die 78 Holzschnitte der Künstler Nicolas Conver in Marseille.  Die Karten bestehen nur aus den vier Farben gelb, blau, rot und grün.

Im Unterschied zum Waite Tarot, sind die Zahlenkarten der kleinen Arkana hier traditioneller gestaltet und mit den ersten Tarot Karten eng verwandt. Sie zeigen lediglich die verschiedenen Symbole in ihrer Anzahl. (auf der Karte 5 Kelche beispielsweise sind lediglich 5 Kelche abgebildet). Die Bedeutung unterstreichende Bildtitel und Motive gibt es hier nicht.

Ein weiterer wichtiger Unterschied zum Waite-Tarot liegt in der Kartenreihenfolge der großen Arkana. Die Zahl 8 zeigt im Marseille Tarot die Symbolkarte Die Gerechtigkeit und die Zahl 11 Die Kraft. Im Waite Tarot ist es genau andersherum.  Die Gerechtigkeit bekommt dort die Zahl 8 zugewiesen und die Kraft die Zahl 11.

Im neuen Schicksals Tarot verwenden wir übrigens wieder die Zahlenreihenfolge wie im Tarot von Marseille, da aus Sicht der Zahlenmystik die ältere Reihenfolge sinnvoller ist. Warum Waite die beiden Karten vertauschte ist nicht bekannt.

Rider-Waite Tarot

Hiermit sind wir auch schon bei dem wohl am häufigsten verwendeten Tarot, dem Rider-Waite Tarot oder auch Waite-Smith Tarot genannten Tarot Deck. Wie bereits in der Geschichte des Tarots erwähnt, wurde dieses Tarot 1910 von dem Amerikaner Arthur Edward Waite entwickelt und von der Künstlerin Pamela Coleman Smith gemalt.

Der Name Rider-Waite Tarot basiert auf dem Verlag, der es als erstes publizierte. Zusätzlich zu den Karten erschien im gleichen Jahr Waites Abhandlung „Der Bilderschlüssel zum Tarot“ (Originalfassung: „The Pictorial Key to the Tarot“). Hier setzt er sich mit der Entstehung des Tarots und den symbolischen Gehalt der Karten auseinander.

Beide, Smith wie Waite waren Mitglieder im Golden Dawn Orden aus dessen Dunstkreis auch das dritte bekannte Tarot Deck, das Crowley Tarot stammt.

Crowley Tarot

Der Brite Aleister Crowley, der ebenfalls zeitweilig Mitglied im Golden Dawn Orden war, ergriff Mitte der 40er Jahre dieses Jahrhunderts die Initiavite für ein neues Tarotdeck. Als Künstlerin fungierte dieses Mal die Künstlerin Lady Frieda Harris (1877-1972). Dieses Tarot war inspiriert von der Idee, dass das Tarot ursprünglich aus Ägypten stamme. Eine erste Abbildung der neuen Karten fand demach auch in dem Buch Crowleys „Das Buch Thoth. Ägyptischer Tarot“ statt.

Er war davon überzeugt, dass das Tarot seinen Ursprung in alten ägyptischen Symbolen hat. Sein Tarot war dementsprechend von ägyptischen  Zeichen geprägt und war für viele folgende Decks maßgebend. Heute wird es nicht mehr benutzt.

Das Schicksals Tarot

Dass von uns entwickelte Schicksals-Tarot ist eine Weiterentwicklung des Marseiller Tarots und des Rider-Waite Tarots. In der Reihenfolge der großen Arkana und im Bildaufbau orientieren wir uns am Marseiller Tarot. Ein Hauptanliegen ist es, einen zeitgemäßen Zugang zum Tarot  herzustellen. Dazu wurden einige Karten umbenannt, die aus dem Crowley und Rider-Waite Tarot bekannt sind, um ein schnelleres Verstehen der Grundbedeutung zu ermöglichen und auch eine fruchtbare Beschäftigung mit den Karten ohne ein großes Studium verschiedener Fachbücher zu ermöglichen.

Dabei war uns wichtig, nicht die Grundbedeutung der Karten zu ändern, sondern die Bedeutung auf das moderne Leben zu übertragen.

Gemalt wurde es von der Illustratorin Cornelia Schelkes aus Hannover.

Diese Seite bewerten

  • Aktuelle Wertung: 4.5 von 5 Sternen
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Bewertung: 4.5/5 (2 Stimme/n)

Vielen Dank für Deine Bewertung!

Du hast bereits einmal gewertet, vielen Dank!

Deine Bewertung wurde geändert, vielen Dank!

Kommentare