Mondfinsternis

Am 28. September verdunkelte sich der Mond
Mondfinsternis | Foto: © underworld - Fotolia.com

Genauer Zeitpunkt der Mondfinsternis (Kernschatten): 28. September 2015, 4:10 bis 5.23 Uhr (MEZ). Die Verdunklung begann bereits um 3:07 Uhr unserer Zeit, sie war von unserem Standort, in Mitteleuropa, zu beobachten. Wer die Mondfinsternis erleben möchte, musste also früh aufstehen. Zu sehen war sie in Westeuropa, dem westlichen Afrika, Südamerika und dem Osten der USA und Kanadas.

Eine Mondfinsternis entsteht, wenn sich die Erde zwischen Sonne und Mond schiebt. Wenn das der Fall ist, können logischerweise die Sonnenstrahlen, die sonst von der Sonne auf den Mond fallen, ihn nicht treffen, weil eben die Erde jetzt als Hindernis davor steht. Und deshalb sehen wir ihn dann auch nicht, den Mond. Diesmal wird es sogar eine totale Mondfinsternis geben, - es gibt ja auch partielle oder teilweise Mondfinsternisse, bei denen nur ein Teil des Mondes verdeckt wird, - die aber bei uns nicht zu sehen sein wird, weil sie sich diesmal unter dem Horizont abspielt, weshalb sie nur im pazifischen Raum zu beobachten ist, in der Antarktis, in Nordostasien oder in Neuseeland.

Gedanken über die Mondfinsternis

Man kann sich ja lebhaft vorstellen, dass die Sonnen- und Mondfinsternisse in der Vergangenheit bei den Menschen immer großes Aufsehen erregt haben. Und da die Finsternisse außer bei „finsteren Subjekten“ wohl kaum positive Vorstellungen hervorgerufen haben, sind sie meistens auch mit Furcht und Schrecken begleitet gewesen. Die Priesterschaft hat dies in der Vergangenheit auch weidlich ausgenutzt und das Volk gezwungen, im Tempel zu opfern, damit die Götter versöhnlich gestimmt würden. Ob sich die Götter seinerzeit auf so einen Schwindel eingelassen haben, - das zu beurteilen, überlasse ich gern jedem einzelnen von uns. Bei den damaligen Finanzreferenten der Tempel wird so eine „freiwillige und gewaltsam erzwungene Aktion“ sicher viel Befriedigung ausgelöst haben, denn das hat die Kassen gefüllt, aber wie. Da konnten sie nur mit Bedauern feststellen, dass so etwas nicht öfter vorkommt.

Doch die Zeiten haben sich geändert. Soweit es die sichtbaren, physischen Erscheinungen betrifft, werden solche Ereignisse wie eine Mondfinsternis von der Physik heute längst schon sehr plausibel und anschaulich als Naturphänomene erklärt. So weit, so gut für uns – und auch beruhigend. Von der beobachtbaren Materie her droht uns also von solchen außergewöhnlichen Himmelserscheinungen kein Unheil. Gut. Schön. Bildung und Aufklärung ist alles. Die physische Erscheinung des Phänomens ist also erklärt. Aber das ist noch nicht alles. Denn es gibt schließlich ja auch noch den seelisch-geistigen Bereich in der Welt, der von der Naturwissenschaft aber noch immer weitgehend geleugnet wird, - der aber trotzdem existiert. Denn wenn man etwas nicht sieht, heißt das ja nicht, dass es deshalb nicht existieren würde, nicht wahr? Die Gedanken der Physiker sieht man ja auch nicht, und trotzdem existieren sie, nicht wahr? Wahr ist es.

Aber wie äußern sich nun die unsichtbaren seelisch-geistigen Auswirkungen so einer Mondfinsternis bei den Menschen, die ja doch geheimnisvoll und verborgen sind? Darauf kommen wir gleich zu sprechen, denn vorher klären wir noch den Zeitpunkt des bevorstehenden Ereignisses.

Wann kommt es zur Mondfinsternis?

Am Montag, den 28. September 2015, beginnend um ca. 4:10, Dauer bis ca. 5:23.

Sie ist auch eine totale, diese Mondfinsternis, und das heißt, dass der Mond ganz von der Erde verdeckt werden wird, weil sich die Erde zwischen Sonne und Mond schiebt. Dieses wunderbare und seltene Phänomen wird auch in unseren Breiten, bei klarem Himmel vorausgesetzt, zu beobachten sein, und das ist wirklich wunderbar. Was für ein sensationelles Ereignis! Die begeisterten Astronomen unter uns werden natürlich in aller Früh aufstehen und sie beobachten, und alle, die sich ihre Zeit nach Belieben einteilen können, wie etwa Pensionisten und Menschen auf Urlaub etc., sollten dieses phantastische Phänomen auf alle Fälle auch selbst miterleben. Es ist mit Sicherheit hundert Mal besser als Fernsehen, und diese grandiose Erscheinung wird jedem ganz bestimmt unvergesslich in Erinnerung bleiben.

Wie wirkt die Mondfinsternis auf uns?

Das ist die Frage. Und hier scheiden sich auch die Geister. Denn von der negativen Einstellung bis hin zur positiven, euphorischen oder phantastischen Auffassung, - dass also durch diese kurzfristige Verdunkelung des Mondes auch unser schlechtes Karma ausgelöscht würde - ist unter den Astrologen alles zu finden.

Die astrologische Bedeutung von Sonne und Mond

Versuchen wir zunächst einmal, logisch vorzugehen, um uns dieser außergewöhnlichen Erscheinung zu nähern. Die Sonne steht in der Astrologie für den Vater, der Mond für die Mutter. Ich möchte nun für die beiden Prinzipien Sonne und Mond nur je zwei wesentliche Eigenschaften anführen. Selbstverständlich kann man viel, viel ausführlicher werden, aber in der Kürze liegt auch die Würze. Hier also die jeweils beiden Begriffe.

Die Sonne (Mann, Vater) steht für Idee und Kraft.

Der Mond (Frau, Mutter) steht für Liebe und Hingabe.

Man bemerkt bei diesen vier Begriffen bald die Ergänzung des männlichen und weiblichen Geschlechts, nämlich dann, wenn man diese Begriffe ein bisschen auf sich wirken lässt, - denn ohne die Ergänzungen geht nichts geht in der Welt, was von Dauer sein soll. Denn aus der „Idee“ kann nur etwas werden, wenn sie mit „Liebe“ aufgenommen wird. Und wenn die „Hingabe“ auch noch hinzu kommt vom weiblichen Prinzip, dann wird sich das männliche Prinzip trotz aller Hindernisse, die auftreten könnten und auch werden, so anstrengen mit aller „Kraft“, dass er das weibliche Prinzip nicht enttäuscht wird, unter keinen Umständen. Und dieses harmonische Zusammenwirken der beiden Prinzipien, nennt man schlicht und einfach - Liebe, das ist nichts anderes als die Liebe, die wir alle so sehr ersehnen und die wir alle dauerhaft erreichen wollen.

Screenshot der letzten Mondfinsternis vom Live-Stream der NASA
Screenshot der letzten Mondfinsternis vom Live-Stream der NASA

Wenn nun emanzipatorisch gesinnte Frauen meinen sollten, dass es ungerecht sei, „nur“ zu lieben und „nur“ sich hinzugeben, - also zu dienen - dann kann ich nur sagen, dass dies eine völlig falsche Sicht der Dinge ist. Denn nach anthroposophischen Erkenntnissen wechselt das Geschlecht nach spätestens sieben Inkarnationen. Das heißt, jedes Geschlecht muss also die Lebensbedingungen des anderen Geschlechts durchmachen und lernen. Es braucht sich also niemand aufzuregen diesbezüglich, denn die Göttlichkeit gerecht, die Ungerechtigkeiten erfolgen nämlich nur durch die Handlungen der Menschen durch die Inkarnationen hindurch, und die sind die Übel in der Welt.

Die Oppositionsstellung

Die Vollmondstellung bedeutet, dass die beiden Himmelskörper Sonne und Mond einander gegenüber stehen, - und so eine Stellung nennt man eben Opposition. Im allgemeinen Sprachverständnis wird dieser Begriff eigentlich negativ aufgefasst. Aber die Oppositionsstellung selbst bedeutet an und für sich noch nichts Negatives, sondern nur, dass die beiden Kontrahenten Sonne und Mond ihre jeweils zu vertretenden Prinzipien radikal äußern. Und das ist ja zunächst noch nichts Schlechtes. Schlecht wird die Sache erst, wenn es zur Diskussion kommt und jeder stur auf seinem Standpunkt verharrt und nicht bereit ist, auch nur um ein Quäntchen nachzugeben. Kompromisse sind im Leben eben also absolut erforderlich, um miteinander auszukommen.

Die Sonderstellung

Nun stehen sich aber bei der Mondfinsternis die beiden Himmelskörper Sonne und Mond nicht nur so einfach gegenüber wie sonst alle Monate, nein, sondern jetzt passiert eben auch noch der seltene Zustand, dass sich in diese Opposition hinein die Erde schiebt, wodurch 1. das Licht der Sonne nicht auf den Mond gelangen kann, er also unsichtbar wird, - und 2. die Wirkungen der Sonne auf die Erde - und umgekehrt, die Wirkungen des Mondes auf die Erde - nicht direkt in ihrem Extrem aufeinander aufprallen, sondern total abgemildert, - weil ja die Erde dazwischen ist - die ja von den extremen Standpunkten der Kontrahenten nur ein kleines bisschen was durchlässt und deshalb wie ein positiver Filter wirkt oder wie ein guter Vermittler oder Diplomat. Das ist also das Besondere bei dieser Mondfinsternis.

Gibt es Wunder bei der Mondfinsternis?

Sicher. Warum nicht? Selbstverständlich. Wunder passieren immer wieder. Aber darauf haben wir Menschen keinen Einfluss, sondern Wunder sind nur auf die Wirkungen geistiger Wesenheiten zurückzuführen, angefangen von den Engeln, Erzengeln bis weiter hinauf zu den noch höheren Kategorien, die machen das. Sie sorgen z.B. auch für den Ausgleich für die Ungerechtigkeiten, die in der Vergangenheit den Menschen passiert sind usw. Wunder passieren außerdem nur denjenigen, die sie verdienen, weil sie sich entweder Verdienste aus einem vergangenen Leben erworben haben oder aus dem gegenwärtigen. Worüber wir natürlich nichts wissen, weil wir keine Erinnerungen aus unseren vergangenen Leben haben und über unsere Verdienste in der Gegenwart auch nicht Bescheid wissen. Hoffen können wir ja trotzdem.

Wer ist von der Finsternis bevorzugt?

Ich würde sagen, alle diejenigen, die durch diese „Finsternis“ auf ihre eigene „Finsternis“ in sich  aufmerksam gemacht werden. Wir haben also alle die Chance für einen Neubeginn, der unter anderem auf „Nachgeben“ beruht, damit ein gegenseitiges Einverständnis erreicht wird. Liebe kann eben nicht anders gelebt werden. Alle, die diese Zeitqualität der Mondfinsternis begriffen haben und sie in sich aufnehmen, werden unbezahlbar hoch davon profitieren und schon zu Lebzeiten ein bisschen hinaufwachsen können in die geistigen Regionen, dorthin also, wo es keinen Tod gibt, sondern wo nur die Unsterblichkeit herrscht mit der unvorstellbaren Seligkeit, die derart beschaffen ist, dass sie unfassbar höher liegt als die größten Glückseligkeiten, die wir auf unserer Erde erleben können.

Und der Rest der Welt?

Diejenigen, die schlafen werden bei diesem außergewöhnlichen Ereignis, - und das wird ja wohl die weitaus größte Mehrheit sein - sie sollen ruhig schlafen, den Schlaf der Gerechten oder auch den Schlaf der Ungerechten, momentan noch. Es ist eben noch nicht ihre Zeit, dass sie die Energie aufbringen, um dieses außergewöhnliches Ereignis wachend zu erleben und nicht schlafend und träumend, das zum Lebenswandel auffordert. Man muss schließlich arbeiten gehen. Es wird ihre Zeit schon noch kommen, da bin ich zuversichtlich. Immer wieder kommt sie. Aber doch nicht ewig. Ewig nicht. Denn einmal muss man die Chance schließlich doch ergreifen, bevor es zu spät ist, um sich zu ändern. Und das haben wir doch alle notwendig. Und so hoffe ich, dass sie jeder Mensch einmal noch rechtzeitig ergreifen wird. Auch diejenigen, die heute noch schlafen. Natürlich auch du.

 

Mondfinsternis Video

Auf das Bild klicken, um das Video von einer Mondfinsternis zu starten

 

Live Streams:

Weitere Infos

Tetrade

Am 28. September 2015 ist die vierte Mondfinsternis in der Reihe von vier Finsternissen, die in kurzer Zeit hintereinander kommen, diesen Zyklus nennt man "Tetrade". Tetraden sind sehr selten, in den vergangen 500 Jahren fanden nur 4 statt. Verschwörungstheoretiker sehen diese Tetrade als Beginn der Apokalypse. Aber bisher hatten ausschließlich alle unrecht, die den Untergang der Welt vorhergesagt haben. Das wird auch die nächsten 1.000.000.000 Jahre so bleiben. Bis dahin sollten die Menschen die Erde aber verlassen haben, da die Sonne sonst zu groß geworden ist. Aber bis dahin bleibt noch viel Zeit...

Blutmond

Der Mond wird bei einer Mondfinsternis "Blutmond" genannt, weil er leicht rötlich erscheint. Er verschwindet nicht ganz, sondern ist noch durch die Lichtbrechung der Erdatmosphäre zu sehen. Das gebrochene Licht ist leicht rötlich. Bei dieser Mondfinsternis erscheint der Mond besonders rot. Die längste mögliche Finsternis dauert 106 Minuten.

Was sind Eure Gedanken zur Mondfinsternis? Wir freuen uns auf Eure Kommentare!

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