Belladonna

Ein klassisches homöopathisches Mittel bei Fiebererkrankungen
Belladonna - schicksal.com | Foto: © J.Mühlbauer exclus. - fotolia.com

Eines der vermutlich bekannteren Mittel in der klassischen Homöopathie ist Belladonna. Es gilt oft als Mittel der Wahl bei Fiebererkrankungen oder entzündlichen Krankheitsbildern. Doch was ist Belladonna eigentlich, wie sollte man es anwenden und wann entfaltet es seine Heilkräfte am besten?

In unserer neuen Homöopathie Reihe starten wir mit diesem faszinierenden Naturheilmittel und stellen es Ihnen vor.

Herkunft & Bedeutung

Das homöopathische Mittel Belladonna wird aus der schwarzen Tollkirsche („Atropa belladonna“) gewonnen. Die Tollkirsche ist ein mitteleuropäisches Nachtschattengewächs, das bevorzugt auf nährstoffreichen Waldböden wächst. Verführerisch und lockend sehen ihre schwarzen Beeren und zarten Blüten aus, doch Vorsicht: Die Beeren sind hoch giftig und der Verzehr nur Weniger kann zum Tod führen. Zu den Vergiftungserscheinungen zählen ein trockenes Gefühl im Mund, rote erhitzte Wangen, Halluzinationen, Herzrasen und Pupillenerweiterung.

Letztere Wirkung ist vermutlich verantwortlich für Namensgebung des Mittels (Bella Donna = schöne Frau). Im Mittelalter sollen Frauen Tinkturen auf Basis der Tollkirsche verwendet haben, um ihre Pupillen zu erweitern und so ihre Verführungskräfte zu erhöhen.

Für Reaktionen im menschlichen Körper sind die in der Tollkirsche enthaltene Tropan-Alkaloide Atropin, Hyoscyamin und Scopolamin hauptsächlich verantwortlich.

Anwendung

In Ihrem Buch “homöopathisch heilen“ zeigt Frau Dr. Christine Laschkolnig, in welchen Fällen die Einnahme von Belladonna helfen kann.

So weist sie darauf hin, dass die Einnahme von Belladonna Globuli sich besonders bei plötzlichen Fiebererkrankungen bewährt hat. Das typische „Belladonna Fieber“ tritt dabei oft nachts, plötzlich und heftig auf, bei Kindern ist die Neigung zu Fieberkrämpfen erhöht.

Oftmals ist die Erkrankung eine Folge von kalter Zugluft, kaltem Wind oder zu viel Sonne. Hautkontakt und Berührungen werden als unangenehm empfunden. Auch bei Zahnungsfieber bei kleinen Kinder kann es hilfreich sein.

Doch nicht nur bei Fieber, sondern auch bei weiteren Krankheitsbildern kommt Belladonna zum Einsatz, insbesondere bei Entzündungen des Mittelohrs, der Brust oder der Mandeln.

Auch bei trockenen und krampfartigen Husten kann Belladonna für Heilung sorgen. Jedoch weist Frau Dr. Laschkolnig darauf hin, dass bei Erkältungskrankheiten Belladonna erst nach der Einnahme von Aconitum erfolgen sollte.

Zudem könne es auch bei Scharlach angewendet werden. So war Belladonna beispielsweise eines der ersten Mittel das Samuel Hahnemann, der Begründer der Homöopathie, geprüft hat. Er setzte den Stoff der Belladonna bei Scharlach ein und erzielte so eine gute Heilungsrate.

Wie bei allen homöopathischen Mitteln gibt es auch Belladonna Globuli in verschiedenen Potenzen zu kaufen. Die Einnahme richtet sich nach der Art der Erkrankung (akut oder chronisch) und der gewählten Potenz. Hier sollte man die Empfehlungen des Homöopathen, Apothekers oder Arztes beachten.

Frau Dr. Christine Laschkolnig beispielsweise arbeitet viel mit den C30 Potenzen und gibt in ihrem Buch eine Anleitung für die korrekte Einnahme

Belladonna Globuli bis zu einer Potenz von D3 sind übrigens verschreibungspflichtig.

Zum Weiterlesen:

Dr. Christine Laschkolnig, 2005, homöopathisch heilen. Selbstverantwortung statt Angst, 26,80 Euro zzgl. Versand

Sie möchten das Buch bestellen? Bitte schreiben Sie uns eine E-Mail an: [email protected]

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