Die Operation

Eine Weihnachtsgeschichte von Nina Derflinger, 21 Jahre
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Weihnachten 2011 begann eigentlich wie immer. Da ich zu diesem Zeitpunkt noch zur Schule ging, hatte ich auch vormittags schon frei. Nachmittags fuhren wir dann - wie jedes Jahr - zu meiner Oma. Kurz vor der Bescherung bekam ich, ohne ersichtlichen Grund starke Bauchschmerzen.

Als wir endlich wieder zu Hause waren, ging es mir immer schlechter, ich musste mich ständig übergeben.
Und bekam dann auch über Nacht starkes Fieber. In den darauffolgenden Tagen wurde es immer schlimmer, ich konnte nicht mehr schlafen,
nichts mehr essen und mich fast nicht mehr bewegen.

Am 26. Dezember wurde ich mit Verdacht auf Blinddarmentzündung ins Krankenhaus eingeliefert. Dort wurde mir Blut abgenommen und man führte einen Ultraschall durch - jedoch mit keinem Ergebnis.
Keiner wusste, was ich hatte, die Blutwerte zeigten zwar,  dass es einen Entzündungsherd gab, aber die Ärzte waren ratlos. Sie vermuteten zuerst Schweinegrippe, dann Eierstockentzündung, usw.
Am 29. Dezember stellte mich der Arzt vor eine ernste Entscheidung, entweder Bauchspiegelung oder weiter Antibiotika nehmen. Mein Entzündungswert war zu diesem Zeitpunkt bereits bei knapp unter 200, etwa 20-mal so hoch wie normal.

Ich entschied mich für die Operation. Am nächsten Morgen wurde ich dann operiert.

Schlussendlich hatte ich einen Blinddarmdurchbruch und musste bis 6. Januar im Krankenhaus bleiben. Die Entscheidung zur Operation rettete mein Leben.

Jedes Jahr zu Weihnachten bin ich dankbar, dass ich so viel Glück hatte.

 

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