Amelie

Eine Weihnachtsgeschichte von Ninette Schatzmann, 30 Jahre
Foto: Fotolia (MAK)

Wir sind eine junge Familie aus Vorarlberg.  Wir haben bereits einen gesunden dreijährigen Sohn und wollten unser Familienglück noch mit einem weiteren Kind perfekt machen. Unsere Tochter kam im Jänner 2013 als scheinbar gesundes Mädchen zur Welt, wir waren glücklich und freuten uns über eine Tochter! So habe ich es mir von Kind an gewünscht, einen Sohn und dazu noch eine kleine Tochter!

Doch leider währte unser Glück nicht lang. Nach nur zwei Wochen zuhause bekam Amelie eine schwere Infektion der Lungen, sie wurde sofort im Krankenhaus auf der Intensivstation aufgenommen, von da an fing unser Hoffen und Bangen an. Zu allem Übel stellten die Ärzte einen komplexen schweren angeborenen Herzfehler fest, es brach eine Welt zusammen...

Sie wurde nach zwei Wochen intensiv nach Innsbruck gebracht, da ging der eigentliche Horror los! Sie bekam noch eine Sepsis und von da an war ungewiss ob sie es schaffen würde! Nachdem die Ärzte es schafften, die Sepsis zu bekämpfen, fingen sie an, am  kleinen Körper zu operieren... Es folgten insgesamt drei Operationen,  eine davon am offenen Herzen und eine Not-OP!

Lange Intensivaufenthalte und das ständige Auf und Ab, Höhen und Tiefen prägten uns sehr,  doch unsere Amelie war stark, kämpfte wie ein Löwe, nach den endloslangen Monaten in Innsbruck und dem Medikamentenentzug wurden wir dann endlich im Mai nach Vorarlberg nach Hause entlassen! Wir wussten,  dass wir nicht lange zuhause bleiben würden, da Amelie noch zwei weitere Operationen am Herzen haben sollte, doch diese Zeit daheim genossen wir in vollen Zügen. Im August dann wieder der Arztbrief, dass Amelie im September wieder zur nächsten OP erscheinen müsse, ein getrübter Tag…

Am 8. September ging es los, voll bepackt führen wir wieder mit einem sehr mulmigen Gefühl nach Innsbruck. Am 10. September die OP. Die dauerte elf Stunden und verlief nach Plan, doch dann gab es postoperativ schwere Komplikationen mit ihrer Lunge, sodass die Ärzte schon fast die Hoffnung aufgegeben hatten , dass Amelie es schaffen würde!

Mit sehr schweren und lebenserhaltenden Maschinen an ihrem Bettchen,  vielen Medikamenten und Tricks haben sie es geschafft, Amelie nach drei Wochen Intensivsation auf die normale Station zu übergeben! Am 11. November,  ein Tag vor dem Geburtstag unseres dreijährigen Sohnes durften wir endlich wieder nachhause, ohne Monitore und Schläuche.

Amelie ist nun elf Monate alt und mit der Entwicklung etwas zurück, erfreut sich aber sehr am Leben und jeden Tag lernt sie etwas Neues dazu! Ihr großer Bruder liebt sie über alles und passt sehr gut auf sie auf! Für uns ist Weihnachten heuer etwas sehr besonderes,  da wir alle gemeinsam mit Amelie daran teilhaben können und nun für eine etwas längere Zeit mal nicht ins Krankenhaus müssen. Und dank Gott und dem Universum, dass Amelie noch bei uns ist!

Amelie hat ein hypoplastisches Rechtsherzsyndrom, vereinfacht erklärt ein Einkammerherz mit mehreren Baustellen rundherum! Das ist unsere Geschichte 2013. Ein Jahr, das wir nicht so schnell vergessen werden!

 

"Amelie" hat 1000-Euro-Gutschein für das Hotel Höflehner gewonnen

Höflehner

Der Beitrag "Amelie" von Ninette Schatzmann hat unseren Weihnachtsgeschichtenwettbewerb gewonnen - und damit einen 1000-Euro-Gutschein für das Vier-Sterne-Superior-Hotel Höflehner. Das Höflehner liegt direkt an der Skipiste - es bietet den Gästen aber noch viel mehr: Wandern, Wellness und Wohlfühlen auf 1.117 m Höhe in Schladming (Österreich). Ninette Schatzmann darf sich auf einen zauberhaften Urlaub freuen. Alle Infos zum Preis.

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